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…Das Bemühen um eine persönliche Note im globalen Kanon ungegenständlicher Malerei ist auch den Arbeiten von Willes Meinhardt anzumerken. Dank technischer Raffinesse und erkennbarem Gespür für uneinsehbare, die Neugier kitzelnde Bildräume, scheinen seine Bilder zu atmen. Mit einer Mischung aus Öl- und Acrylfarbe bringt Meinhardt auf Acrylglas fein abgestufte Grün- oder Grautöne auf: Farbfelder als Folien fürs individuelle Philosophieren. …
Dorothee Baer-Bogenschütz, Frankfurter Rundschau 18.2.2000
… Denn Meinhardt zeigt farbige Großformate, die in warmem Sonnenorange oder mildem Grünblau matt schimmern, klassische Tafelbilder, die doch wie unwirklich vor der Wand stehen. Es sind Plexiglasplatten, die in gleichmäßigem Strich von vorn und hinten bemalt sind, meist nur in vertikaler Richtung, bisweilen auch mit horizontalen Brüchen rhythmisiert. Die unterschiedlichen Farben von Vorder- und Rückseite überlagern sich im Betrachterauge zu einer fast unendlichen Palette diffuser Töne und zu räumliche Wirkungen, die bei längerer Betrachtung allerdings in Schwingung zu geraten scheinen. …
Annette Krämer-Alig, Darmstädter Echo 3.3.2000
…Die monochromen Studien der Zärtlichkeit von Willes Meinhardt, in die man den Blick regelrecht investieren muss, führen in farbliche Klangwelten einer eigentümlichen Objektivität die sich dem verbalen Diskurs verschließt. Das Auge kann nur geschehen lassen: geht man auf die beherrschte Maltechnik ein, handelt es sich um Anmutungen, die man verdauen muss. …
Tadeus Pfeifer, Basler Zeitung 26.2.2003
Mitten im Getöse zeitgenössischer Geschäftigkeit wagt es der Maler Willes Meinhardt in seinen Bilder Stille zu thematisieren. Mehr noch: In diesen Bildern wird Stille zu einer Sinneserfahrung. … seine Malerei ist wie Meditation. Ihr Zauber erschließt sich im Innehalten, im versunkenen absichtslosen Schauen, wenn der an Sensationen gewöhnte Blick zu suchen aufhört und dafür findet was der Maler zu bieten weiß: ein Erlebnis mit Farbe, die im Zurückweichen und Beinahe-Verlöschen ihre Magie entfaltet. …
Anja Trieschmann, Darmstädter Echo 6.12.2006
… Willes Meinhardt bemalt Acrylglas von beiden Seiten mit Öl- und Acrylfarbe in pastellig-zarten Tönen. Weich zerfließende, regelmäßige Strukturen fügen sich mit leichten Abweichungen in ein Bild zum Allover oder bilden im anderen ein Raster, das über den Bildrand nicht hinausweist. Der transluzide Bildträger lässt die beiden Malschichten wächsern gleichsam ineinander fließen.
In diese Kunst feiner Nuancen muss sich der Betrachter behutsam einsehen. Belohnt wird er mit sublimen Farbsensationen an der Schwelle zu einem koloristischen Nirwana, in dem sich tendenziell alle Farbunterschiede negieren und aufgehen in der ursprünglichen Einheit weißen Lichts.
Hans-Dieter Fronz, Badische Zeitung 20.4.2009
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